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Montag, 20. Oktober 2014

Hochzeitstorte in schwarz-weiß

Wie schon angekündigt, durfte ich für vergangenen Samstag eine Hochzeitstorte machen. Gewünscht waren Raffaellotorte, Zitronentorte und Sachertorte.

Die Raffaellortorte war einfaches Biskuit mit weißer Schokoladenganache und zerkrümelten Raffaellos auf den Boden. Heißt, zweimal durchgeschnitten, Schokoganache drauf und dann die Raffaellos.

Das Rezept für die Zitronentorte habe ich von hier und gefüllt war sie mit Lemon Curd Buttercreme. Das heißt, ich habe Lemon Curd gemacht und mit Butter vermischt, bis es eine schöne Buttercreme war. Umhüllt wurde sie mit Orangenganache, also wieder weißer Schokoladenganache der Orangenschale zugegeben wurde. Man hätte natürlich auch Zitronenschale nehmen können.

Zu guter Letzt nun die Sachertorte. Da ich viel Gutes von dem Rezept nach Oma Buchholtz gehört habe, hab ich das nun einfach mal ausprobiert.

Der Fondant sollte richtig schwarz werden, geschafft habe ich das durch die Zugabe von Kakao und Extra Black von Sugarflair.


Dann wurde die Deko hergestellt. Es sollten rote Rosen werden und ich hatte noch Efeu, natürlich Rosenblätter und ein paar weiße Füllblumen geplant.

Mittlerweile habe ich mein Pizzagitter für die Mikrowelle zum trocknen von Zuckerblumen entdeckt! Funktioniert perfekt! Ich habe mir diesmal sehr viel Zeit gelassen zum trocknen und immer nur 1-2 Blätter auf einmal an eine Blüte geklebt.

Dann kamen auch die Schälchen zum Einsatz, wenn die Blüte mal etwas offener aussehen sollte.


Es waren insgesamt 12 Rosen, 2 davon aber schon für die nächste Torte.


Noch mit Floristentape umwickelt und die Füllblumen, sowie die Blätter hergestellt. Diesmal habe ich auch versucht, die Rosenblüten etwas abzupudern und mit Wasserdampf (mittels Dampfbügeleisen) abzuglänzen. Bei den Blättern habe ich wieder Pulver mit Alkohol angerührt, ist mir da irgendwie lieber...


Sonntag früh halb 2 war ich dann fertig mit bemalen, arrangieren und binden. Für die kompletten Blumen habe ich übrigens gut 20 Stunden gebraucht!




Dann kamen noch die Initialen dran. Dazu wurden einfach die Buchstaben ausgedruckt und ausgeschnitten.

 Dann habe ich die Buchstaben mit etwas Zuckerkleber leicht auf der Blütenpaste befestigt, damit nichts rutscht.

Dann noch genug Draht rangeklebt, damit ja nichts kaputt geht!


 

Das ganze wurde zweimal ausgeschnitten und aufeinandergeklebt. Sowohl bei den Initialen als auch bei den Blumen für die Oberste Etage habe ich Trinkhalme in den Kuchen gesteckt, damit das der Draht nicht direkt im Kuchen steckt. Die unterste und mittlerste Etage wurde einfach daraufgelegt.

Donnerstag wurden die Torten dann gefüllt und eingestrichen und Freitag wurde eingedeckt. Ich habe mit der Sachertorte angefangen, die wurde mal etwas ungewohnt eingedeckt.

 Wie man vielleicht schon auf den Bildern erkennen kann, habe ich den Fondant in Streifen geschnitten und auf die Schokolade geklebt.

 Bei der Zitronentorte habe ich dann den Rand mit einem Crimper gemacht und mit weißer Lebensmittelfarbe noch ein einfaches Muster darauf gemalt.


Dann war es soweit, der große Tag war da. Ich durfte bei der Hochzeit auch mit dabei sein. Es war sehr schön und sie ist sowohl optisch als auch geschmacklich gut angekommen :)

Die nächsten 2 Bilder sind vom Hochzeitsfotografen, daher sehen sie auch deutlich besser als meine aus ;)




















Diese Woche kommt schon die nächste Torte, für diese habe ich schon 2 Rosen und ein paar Füllblumen und Blätter erstellt. Ich warte nur noch auf meine Goldfarbe :(


Freitag, 30. August 2013

Die erste Hochzeitstorte

Hallo ihr Lieben, wie versprochen gibts heut endlich Bilder von der Hochzeitstorte :)

Da die Braut mir ein Bild gezeigt hatte, wie sie ihre Hochzeitstorte denn gern hätte, hab ich erstmal eine Probetorte gebacken. Zu Mamas Geburtstag wars soweit (ich find auch Mama hat mal ne schicke Torte verdient). Als Füllung war gewünscht Erdbeer-Schoko-Banane. Mit dem Dekorieren ist es leider nicht ganz so ideal gelaufen. Hab dafür aber wieder dazugelernt, dass man wirklich nur richtige Buttercreme zwischen Teig und Fondant haben sollte...Tortencreme geht gar nicht!

Mal so nebenbei, ich mach meine Buttercreme immer mit einem Päckchen Pudding und ein Stück Butter. Den Pudding nach Packungsanweisung zubereiten und entweder rühren bis er abgekühlt ist oder halt Zucker obendrauf streuen, damit sich möglichst wenig Haut bildet. Wenn der Pudding fast abgekühlt ist kommt die zimmerwarme Butter dazu und das wird dann schön cremig gerührt.

Dadurch, dass ich Tortencreme statt Buttercreme verwendet hatte hat das Fondant unten leider das Gewicht der Schleifen nicht ganz getragen und ist gerissen. Man sollte an das Fondant ja keine Sahne rankommen lassen und eben scheinbar auch keine Milch, die war nämlich in der Tortencreme. Oben hab ich das Fondant auch wieder etwas zu dünn ausgerollt. Das sollte ich mir wirklich abgewöhnen. Man sieht ja durch das Steppmuster den dunklen Biskuitteig der drunter war durchschimmern. Es ist leider oben auch etwas gerissen, aber da hab ich dann Blümchen draufgesetzt.

Hier wurde das Fondant etwas gestaucht...war scheinbar auch etwas zu dünn. Also ab jetzt nie wieder dünn ausrollen! Die Blumen hab ich mit normalen Rollfondant gemacht. Demnächst werde ich aber auch mal mit Modellierfondant bzw Blütenpaste experimentieren. Hab mir dazu schonmal Kukident Haftpulver geholt ;)

Was man leider auch deutlich sieht sind die Löcher in dem Fondant. Das liegt daran, dass die Seite die nach außen zeigt, die Seite ist, die auf der Silikonmatte auflag. Daher mach ich das jetzt immer so, dass ich auf das fertig ausgerollte Fondant Frischhaltefolie aufleg, die Silikonmatte abzieh und dann mithilfe der Frischhaltefolie das Fondant auf die Torte lege. Somit wäre die glatte Seite oben.

Das Muster habe ich auch wieder mit Eiweißglasur aufgespritzt. Habt ihr vielleicht Interesse an dem Rezept das ich verwende?

So das wäre dann die fertige Torte für Mama. Das einzige was ich hier noch nicht hingekriegt hatte war die Prägung auf der mittleren Etage.

Ja und dann gings an die Hochzeitstorte. Sollte ja schön alkoholhaltig sein, daher war unten Erdbeer-Margerita, in der Mitte Kiri-Piri (Sekt mit Johannisbeerschnaps) und oben eine Sekttorte.

Das Fondant hierfür hatte ich mir online bestellt, damit ja möglichst wenig schief geht, bin aber nach dem Fertigstellen der Hochzeitstorte zum Schluss gekommen, dass mein eigenes genauso gut ist wie das gekaufte.

2 Tage vorher hab ich die drei Biskuitböden für die Torte gebacken, sie gefüllt und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Die Rezepte hierfür folgen noch in einem späteren Post. Das Dumme war nur, wir (die Braut und ich) haben uns entschlossen für die untere Torte die Mengen von Zitronenlimo und Tequila zu vertauschen. D.h. wir hatten dann 100ml Tequila und 2 EL Zitronenlimo. Ich jedenfalls steh ja schon seit längerem mit dem gelieren auf Kriegsfuß und jetzt hab ich gelernt, dass sich Alkohol und Gelantine scheinbar auch nicht so gut vertragen.

Naja der Tag vor der Hochzeit ging eigentlich gut los, da die Füllung im Kühlschrank schön fest geworden ist. Der untere Boden übrigens auch! Im Vorfeld hatte ich mir schon dicke Bambusstäbe und Plastikunterlagen besorgt, die recht stabil waren. Hab mir dann 2 Kreise für den mittleren und den oberen Boden ausgeschnitten und in den unteren und mittleren je 3 zurechtgeschnittene Bambusstäbe gesteckt. Anfangs ging noch alles gut, hab halt wie gewohnt die Torte eingedeckt und war eigentlich schon fast fertig mit dekorieren, als wir dann so langsam gemerkt haben, dass die Torte anfangs noch nicht so schief war und mit der Zeit immer schiefer wird. Wie sich herausgestellt hat ist der untere Boden instabil geworden (trotz Bambusstäbchen) und ist langsam abgesackt. Da herrschte dann natürlich erstmal richtige Aufregung.  Die Torte wurde erstmal schnell für eine Weile in den Kühlschrank gestellt und der Kriegsrat hat dann entschieden die Torte zu teilen.
Das war dann das letzte Foto von der Torte dreistöckig. Wir haben sie dann vorsichtig auseinander genommen und in 2 Torten umgewandelt.

Insgesamt sah es dann aber eigentlich recht gut aus. Bin fast der Meinung, dass sie so besser aussieht als dreistöckig! Oder was sagt ihr?
Das Schleifenband hab ich auch noch etwas geprägt, mit denselben Ausstechern mit denen ich dann auch die grünen Blumen ausgestochen habe. Der Rand unten aus Eiweißglasur bei der (ursprünglich) mittleren Torte wurde nicht von mir gemacht, mir wurde geholfen, da es schon recht spät war. Deswegen sieht er nicht ganz so aus wie bei den anderen beiden Torten.

Die kleinste Etage hatte ich hier wieder gesteppt. Hilfsmittel waren ein Geodreieck und eine Pinzette. Ich finde es sieht eigentlich recht gleichmäßig aus, nur leider krieg ich das mit dem komplett faltenlosen Eindecken noch nicht so ganz hin. Da werd ich demnächst Spaß haben, wenn ich eine 50 eindecken werde ;)
Hier sieht man schön die Prägung. Ich war ja erst überrascht, als die Prägematten ankamen und das waren nur so kleine Dinger. Aber hat ja eigentlich recht gut funktioniert. Hab erst das Fondant ausgerollt und dann die Prägematte genommen. Das Fondant sollte nur nicht zu dünn sein, sonst sticht man eher aus, als dass man prägt.

Und das war meine erste Hochzeitstorte, ich hoffe sie hat euch gefallen. Morgen zeig ich euch noch die Schulanfangstorte, die ich letztes Wochenende gemacht habe. Kleiner Hinweis: sie war für ein Mädchen...

Dann also bis morgen. Würde mich freuen wenn ihr mir Kritik, Hinweise, Fragen oder sonstiges zukommen lasst :)